Gestürzter Engel
„...Der Zirkus, besser gesagt die Freakshow, in der missgebildete
Menschen ausgestellt werden, ist die zweite Etappe des Pasqual
Pinon. Niemand weiß, woher er kommt, auch er selbst nicht, nur,
dass er etwas Besonderes ist, ist offensichtlich: ihm wächst ein
zweiter Kopf aus seinem – ein Frauenkopf. Von diesem Kopf wird
die Geschichte einer symbiotischen Beziehung geschildert –
im Ein-Frau-Stück „gestürzter Engel“, das jetzt als Gastspiel der
Hör-und SCHAUbühne in der tri-bühne Premiere hatte.
...Pasqual Pinon und sein weiblicher Kopf werden von der Gesell-
schaft nicht als Mensch wahrgenommen, zu Beginn der Geschichte
müssen sie in einem Loch hausen, werden von Minenarbeitern als
Kind des Satans gesehen und als Geisel gegen das Böse benutzt.
Dann die Befreiung, die allerdings nur wenig mit Freiheit zu tun hat:
Es folgt die Zeit im Zirkus, in dem sie mit anderen Missgeburten
ausgestellt werden, aber zumindest in der Gemeinschaft der Aus-
gegrenzten Geborgenheit finden. Da verliebt sich Pasqual Pinon in
eine andere Frau, flieht mit ihr, um ein neues Leben zu beginnen.
Doch Maria, sein zweiter Kopf, lässt das nicht zu.
...Eine krankhaft-symbiotische Paarbeziehung? Oder ist Maria die
unterdrückte weibliche Seite des Pasqual Pinon? – Ein interes-
santer Erzähltheaterabend."
Stuttgarter Zeitung
Die Veranstaltung war kurz und gelungen. Sie hat vor allem Appetit
auf mehr gemacht (...) “
Die Rheinpfalz