Theaterstück, frei nach einem Roman von Per Olov Enquist
Dauer 70 Minuten, Keine Pause
Pressestimmen, Fotos + Film ...
Inhalt:
Pasqual Pinon hat zwei Köpfe. Oben aus seiner Stirn wächst ein zweiter, kleinerer Kopf. Er nennt diesen Kopf 'Maria'.
Besessen von dem Monster Pinon gräbt sich eine einsame Biografin in das Leben des verwachsenen Ehepaares. Sie stöbert, wühlt, sucht und findet Gegenstände, Briefe, Dokumente und Bilder. Skurrile Versuchsanordnungen verwandeln ihr Zimmer in die Welt von Pasqual und Maria, die sie neu zu erleben beginnt. Im Rausch der Faszination dieser grotesken Liebesgeschichte, die in einem einzigen Körper stattfindet, verwischt die Grenze zwischen Realität und Phantasie, zwischen Biographischem und Autobiographischem. Auf der Spur der Menschlichkeit entdeckt die eigenwillige Biografin durch Pasqual und Maria langsam die Liebe zu sich selbst und ihrem eigenen Leben wieder.
Per Olov Enquist zählt zu den bedeutendsten Autoren Schwedens. Die poetische Dichte der Sprache Enquists öffnet einen Assoziationsraum, in dem die Dinge, von denen er schreibt, selbst zu sprechen beginnen und ermöglicht so einen unverstellten Blick auf die Stärken und Schwächen des Zwischenmenschlichen.
Inspiriert von den surrealen Motiven des Malers Rene Magritte, der mit einfachsten Mitteln den Schein des Alltäglichen poetisiert, kreiert die Inszenierung der HÖR- und SCHAUbühne mit der bildreichen Sprache des Figurentheaters jenen Assoziationsraum, in dem Realität und Illusion ineinanderzufliessen scheinen.
Regie: Johanna Pätzold
Spiel: Suzan Smadi
Komposition: Thorsten Meinhardt
Dramaturgie: Rebecca Mühlich
Ausstattung: Lena Kießling
Technik: Lisa Remmert
Technische Daten:
Spielfläche: 5 m breit, 4 m tief, 2,50 lichte Höhe, Podesthöhe ab 90 cm, bei ansteigenden Sitzreihen kann ohne Podest gespielt werden
Scheinwerfer und Tonanlage können mitgebracht werden
Presse:
Sensibel hat die Hör- und Schaubühne diese anspruchsvolle Geschichte umgesetzt. Suzan Smadi geht als Biografin in ihrer Rolle auf. Als Regisseurin hatte Johanna Pätzold die vielen Fäden des vielschichtigen Stückes in der Hand. Ein besonderes Lob gilt der Ausstatterin Lena Kießling für die poetische Mehrdeutigkeit der Requisiten.
Eßlinger Zeitung